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PAS

Constantin Rotaru - Alter und neuer Parteivorsitzender.

Aus der PAS wird die PCR: Kommunistische Partei wiedergegründet. Extremer Nationalismus und Glorifizierung des roten Faschismus als Grundlage

Das ehemalige SED-FDJ-Organ „Junge Welt“ berichtet in der Ausgabe vom 8. Juli über die Gründung der „Rumänischen Kommunistischen Partei“. Der wohlwollend verfasste Artikel verheimlicht nicht, das für die RKP Nationalismus und Patriotismus zur elementaren Grundlage ihrer politischen Basis gehört.

In der Vergangenheit kam es in verschiedenen Städten immer wieder zur offenen Zusammenarbeit der PAS (die Mitglied der Europäischen Linkspartei war/ist, der in Deutschland die Partei „Die Linke“ angehört) und den Neofaschisten und Rechtsextremen der „Großrumänienpartei“ (PRM) um den Haus- und Hofdichter Ceausescus, Vadim Tudor.

Die überalterte PAS hat ihre Basis in der mittleren und oberen Ebene des Militärs, unter den ehemaligen Angehörigen des staatlichen Geheimdienstes „Securitate“ und unter nationalistischen Universitäts-Professoren. Offizielle Feierlichkeiten zum „Tag der nationalen Fahne“ (Ziua drapelului național) am 26. Juni jeden Jahres und des „Tags der rumänischen Armee“ gehören zum Grundprogramm der Parteiaktivitäten. Der Parteislogan lautet: „„Entwicklung, Kontinuität, Rumänentum“.

Schon immer bezieht sich die PAS positiv auf die Ära des Stalinismus im Land und besonders auf den Diktator Ceausescu. Dessen Hungerpolitik und rücksichtsloseste Auspressung der Arbeiterklasse (so wurde bei Bedarf auch Wochenendarbeit – und damit eine 7-Tage Woche – angeordnet) nimmt der alte und neue Parteivorsitzende Constantin Rotaru als Gelegenheit um auf die „Schuldenfreiheit“ des damaligen rumänischen Staates hinzuweisen.

Mit der Umbenennung der PAS zur PCR geht keine quantitative Stärkung der Formation einher. Die neue PCR stellt sich nur stattdessen in die alte, verhängnisvolle Tradition des Ceausescu-Regimes. Sie bleibt was sie ist: Eine konterrevolutionäre Kraft, die der Freiheit und Selbstbestimmung der ArbeiterInnen und Erwerbslosen nichts gutes bringt.

Ştefan Gheorghiu (ASIR) für Syndikalismus.tk

Dokumentiert:

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