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Anarchist Movement

Die aktuelle Oktober-Ausgabe des “Industrial Worker” der “Industrial Workers of the World” (IWW) veröffentlicht ein Interview mit dem internationalen Sekretär der Anarcho-Syndikalistischen Initiative Rumäniens (I.A.S.R.). Darin informiert dieser über die Organisationsstruktur und angestrebte Arbeitsschwerpunkte der Initiative sowie über die Schwierigkeiten, mit denen die Anarcho-Syndikalisten in Rumänien konfrontiert sind. Angesprochen werden zudem die Situation der „nicht vorhandenen“ Linken im Land, sowie die der Anarchisten. Weiterhin erfahren die Leserinnen und Leser dass die I.A.S.R. einen Antrag auf Mitgliedschaft in der Internationalen Arbeiter Assoziation (IAA) gestellt hat, über welchen auf dem kommenden Kongress der IAA entschieden werden soll.

Das Interview findet sich hier auf Seite 12.

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The actual October issue of the “Industrial Worker” of the “Industrial Workers of the World” (IWW) published an interview with the international secretary of the Anarcho-Syndicalist Initiative from Romania (I.A.S.R.). Therein he informs about the organisational structure and the aspiration of the main work of the initiative as well as about the difficulties, with witch the anarcho-syndicalists in Romania are confronted. Addressed is also the situation of the “not existent” political left in the country, as also the situation of the anarchists. Further get the readers informed, that the I.A.S.R. has done a proposal of membership in the International Workers Association (IWA) about which the coming congress of IWA shall decide.

The interview is to find here at page 12

Was ist die Anarcho-Syndikalistische Initiative in Rumänien?

Die anarcho-syndikalistische Initiative in Rumänien (Initiativa Anarho-Sindicalista Romania) ist ein anarchistisches Projekt, genauer – ein anarcho-syndikalistisches Projekt, gegründet, um die Prinzipien des revolutionären Syndikalismus zu propagieren.

Was sind unsere Grundsätze?

Unsere Grundsätze sind  dazu beizutragen, eine Kritik an den bestehenden Gewerkschaften zu entfalten, welche auf dem Arbeitsmarkt operieren und in einer undemokratischen Weise funktionieren, das bekanntmachen von libertären Ideen, die Solidarität mit der arbeitenden Klasse und anderen vom aktuellen System unterdrückten sozialen Gruppen und einen Beitrag für eine Formation einer anarcho-syndikalistischen Bewegung in Rumänien zu leisten.

Was exakt ist die I.A.S.R., und in welche Richtung will sie sich entwickeln?

Aktuell versuchen wir unser Projekt durch einen Newsletter bekannt zu machen. Dieser Newsletter hat die Aufgabe, unsere Position zur Gewerkschaftsbewegung darzustellen und zu erklären und für diejenigen, die interessiert sind, die Prinzipien, die unserer Initiative zugrunde liegen, aufzuzeigen, ebenso wie das Model einer sozialen und ökonomischen Organisation entsprechend der libertären Prinzipien.

Das I.A.S.R.-Kollektiv beabsichtigt die Teilnahme an sozialen Aktionen, um dadurch eine anarchistische Präsenz unter Gewerkschaftern bei Protesten und Demonstrationen, unter Minderheiten jeder Art, die einen anerkannten Status in der Gesellschaft anstreben, sicherzustellen, sowie generell dort, wo immer auch Aktionen anzutreffen sind, die Veränderungen herbeiführen wollen, um die Gesellschaft von der Tyrannei des Staates, des Kapitalismus und der Religion zu emanzipieren.

Die Anarcho-Syndikalistische Initiative beabsichtigt, Teil der Internationalen Arbeiter-Assoziation zu werden, mit deren Statuten und Prinzipien wir uns identifizieren. Dieser Anschluss rührt mehrheitlich aus der Erkenntnis der Wichtigkeit internationaler Solidarität. Wir glauben, dass der Beitritt zu solch einer Organisation zu einer besseren Aufnahme von Ideen unter den Mitgliedern der I.A.S.R. beiträgt und eine Quelle der Inspiration, abgeleitet aus der langen Tradition der Existenz dieser Organisation ist.

Was ist die Motivation für solch ein Projekt, und was will es erreichen

Die Gesellschaft ist in soziale Klassen gespalten, zwischen denen, die beherrschen und den Beherrschten. Ausgehend von der Überzeugung, dass die Privilegien Einiger der Grund des Missbrauchs und der Ungerechtigkeit sind, identifizieren wir, wo immer Hierarchie und Autorität ist, die Quelle des Bösen in der Gesellschaft, in der wir leben. Diese Formen illegitimer sozialer Existenz beinhalten das, was unser Schicksal bestimmt.

Also sollten Staat, Kapitalismus und Religion einer Überprüfung unterzogen werden, um zu prüfen, ob die von ihnen ausgeübte Autorität die Bedingungen erfüllen, die als Basis unserer Gesellschaft etabliert werden sollten.

Wir glauben, dass sie dies mehr als oft nicht tun, und ihre Aktionen sich gegen alle von uns wenden. Unsere Geschichte ist eine lange Abfolge von Missbrauch und Raubzügen, durchgeführt von denen, die mit Autorität ausgestattet sind.

Der Staat hat die Machtposition der Kontrolle über die Bildung, der Einimpfung von Unterwürfigkeit im Interesse seines Machterhalts und der ungehinderten Propagierung der Interessen der herrschenden Klasse inne, der Kapitalismus ist verantwortlich für die Schaffung einer ungleichen und ungerechten ökonomischen Gesellschaft. Die Religion ist verantwortlich für das Darstellen ihrer Dogmen als absolute Wahrheit und ihren Beitrag dazu, das soziale Elend zu ignorieren. All dies macht die eigenmächtigen Entscheidungen einiger gegen andere, direkt oder indirekt, möglich.

Angesichts des gesagten, kämpfen wir für eine Gesellschaft, horizontal organisiert, basierend auf nicht-hierarchischen Prinzipien, verbunden von einem Netzwerk freiwilliger Assoziationen, koordiniert durch direkte Demokratie, die untereinander in Übereinstimmung mit den Prinzipien des libertären Kommunismus kooperieren.

In diesem Sinne betrachten wir den Anarcho-Syndikalismus als das bestmögliche Modell der Organisation, beginnend am Arbeitsplatz wo wir die Macht haben, unsere Ideen auszutauschen, wo wir uns Gehör verschaffen können, wo wir handeln können und uns in andere Bereiche der sozialen Gesellschaft ausweiten können.

Anarcho-Syndikalistische Initiative in Rumänien

Initiativa Anarho-Sindicalista Romania

Siehe auch den Blog der I.A.S.R.

What is the Anarcho-Sindicalist Initiative from Romania?

The Anarcho-Sindicalist Initiative from Romania is an anarchist project, more accurately – an anarcho-syndicalist project, initiated in order to promote the principles of revolutionary syndicalism.

Which are our objectives?

Our objectives are to initiate a criticism of the current labor unions that are operating on the labour market and which are run in an undemocratic manner, to make known libertarian ideas, to solidarize with the working class and other oppressed social groups under the current system and to contribute for the formation of an anarcho-syndicalist movement in Romania.

What exactly is  A.S.I.R. and in what direction does it tend to develop ?

Currently we try to promote our project publishing a newsletter. This newsletter has the role of making our position clear about the syndicalist movement, to define , for those interested, the principles that form the basis of our initiative and to indicate the model of social and economical organization according to libertarian principles.
The A.S.I.R. collective has also into account the participation at social actions in order to assure an anarchist presence among syndicalists at protests and marches, among minorities of any kind that claim a proper status in society and, generally, wherever there are to be found actions that intend to produce changes in order to emancipate the society form the tyranny of the state , of capitalism or religion.

The Anarcho-Syndicalist Initiative tends to be a part of the International Workers Association, with whose statutes and principles we identify ourselves. This adhesion is mostly due to the awareness of the importance of international solidarity. We believe that joining such an organization should contribute to a better assimilation of ideas among members of A.S.I.R. that will find a source of inspiration from the long tradition of the existence of this organization.

What is the motivation for such a project and what does it tend to accomplish?

The society is divided into social classes, between those who dominate and the oppressed. Starting from the conviction that the privileges of some are the source of abuse and injustice, we identify wherever there is hierarchy and authority – the source of evil in the society in which we live.

These forms of illegitimate social existence inherently are those that lead our destinies.

Thus the State, capitalism and religion – should be subject of scrutiny in order to certify if the authority exercised by them meets the conditions that should be established as the basis of our society.

We believe that more than often it does not and their actions turn against all of us, our history is but a long train of abuses and usurpations, made by those endowed with authority.

Thus the State is in charge of controlling the education, of inoculating obedience in order to conserve power and of promoting unhindered the interests of the ruling class, capitalism is responsible for creating an unequal and unjust economical society , religion is accountable for imposing their dogmas as being absolute truths and to make the social misery to be ignored.

All this make possible the arbitrary decisions made by some against others, directly or indirectly.

Given the above, we are fighting for a society organized horizontally, based on the non-hierarchical principle , composed of a network of voluntary associations, coordinated by direct democracy, that cooperate among themselves in accordance with the principles of libertarian communism.

In this sense, we consider anarcho-syndicalism the best suited model of organization, beginning from the workplace where we have the power to exchange ideas, where we can make us heard and where we can act and continuing into other realms of the social networks.

See also the Blog of the I.A.S.R.

Vor wenigen Wochen hat sich in Rumänien eine Anarcho-Syndikalistische Initiative gegründet. Die GenossInnen betreiben einen aktuellen und sehr informativen Blog und haben sich zum Ziel gesetzt, den Anarcho-Syndikalismus in der rumänischen arbeitenden Klasse bekannt zu machen. Wir führten mit unseren Genossen der IAS Rumänien ein Interview.

 

AS-Info Romania: Mit Freude sehen wir, das nun auch in Rumänien mit der Anarcho-Syndikalistischen Initiative ein seriöser Versuch unternommen wird, den Anarcho-Syndikalismus unter den Lohnabhängigen bekannt zu machen. Was führte zur Gründung eurer Anarcho-Syndikalistischen Initiative? Wie seit ihr auf den Anarcho-Syndikalismus gestoßen?

IAS Romania: [Durch] Das Bedürfnis für eine authentische klassenkämpferisch-anarchistische und anarcho-syndikalistische Perspektive und ebenso die Legitimierung der libertären sozialistischen Tradition als Ganzes in der rumänischen Gesellschaft. Nach den ersten Gehversuchen mit einigen anderen Projekten empfanden wir, das die aktuelle anarchistische Szene in Rumänien den klassenkämpferischen Anarchismus ignoriert, den Klassen-Charakter des Anarchismus aberkennt und nichts anderes hinterlässt, als einen „alternativen Fashion und Lifestyle“ aus ihm zu machen. Wir dachten, das eine ideologisch motivierte Initiative geschaffen werden muss, eine Initiative die aktuelle Alternativen zu Kapitalismus und Staatlichkeit präsentiert. Wir sahen keine Alternativen in der aktuellen rumänischen anarchistischen Szene, keine ideologische Praxis, keine Einheit, nichts das einer aktuellen sozialen und politischen Bewegung ähnelt. Zum zweiten Teil der Frage; nun gut, ihr wisst wie sie sagen, AnarchistInnen werden nicht gemacht, sie werden geboren. Ich persönlich denke das Anti-Autoritarismus Teil der menschlichen Natur ist, genauso wie Gier oder Unterwürfigkeit gegenüber Autorität and ähnliche Dinge. Das Problem ist, das der Kapitalismus als ökonomisches System eine soziale Umwelt schafft, die Leute in diesem Weg formt, Eigenschaften wie Solidarität, Anti-Autoritarismus usw. werden weggestoßen für andere Eigenschaften, wie z.B. Unterordnung unter Autorität und Habgier. So denke ich, das ich schon immer ein Anarchist war, soweit meine Bedürfnisse reichen, doch der Kollaps des Neo-Stalinismus in Rumänien und die Auswirkungen eines wilden und barbarischen Kapitalismus, führten mich zur anarcho-syndikalistischen Vereinigung von Anti-Autoritarismus und Klassenlosigkeit.

AS-Info Romania: Gibt es eurer Meinung nach Erfolgsaussichten für die Entwicklung einer Gewerkschaft aus eurer aktuellen Initiative heraus? Was sind eure Ideen, die Initiative bekannter zu machen?

IAS-Romania: Die Initiative ist ziemlich neu, gerade einmal zwei Wochen alt, denke ich. Und interessant ist, so Neu wir auch sind, das dass Feedback das wir bekommen, wirklich gut ist, doch für jetzt können wir noch nicht an die Bildung einer Gewerkschaft denken. Die Initiative in ihrem jetzigen Zustand ist ein rumänisches anarcho-syndikalistisches Informations-Bulletin, und die Hauptabsicht davon ist, Aufmerksamkeit zu erzielen und vielleicht in naher Zukunft eine Gewerkschaft aus ihr heraus zu bilden. Die Initiative ist fürs erste also nur ein Beginn. Wir wollen uns ausdehnen und soziale Ziele verfolgen die von der rumänischen Arbeiterklasse verstanden werden können. Wir möchten alles aufgreifen, von den alltäglichen Arbeitskämpfen zu Alternativen bei Arbeitsproblemen bis schlussendlich Alternativen zum Kapitalismus insgesamt. Dies führt auch wieder zu ersten Frage zurück. In Rumänien hatten wir nie solch eine Initiative, die stalinistischen Parteien benutzen noch immer das ewiggestrige Argument (in dem Sinne: Früher war alles besser – Anm. AS-Info-Romania) und lassen Probleme der Arbeiterklasse unbeachtet und Menschen zurückblicken anstelle nach vorne, vorwärts zu einem neuen frischen Beginn.

AS-Info Romania: Nahezu jeden Tag haben Lohnabhängige und Erwerbslose neue Attacken der Regierung und des IWF auf den eh schon unakzeptabel niedrigen Lebensstandard zu ertragen. Was sind in euren Augen die angemessenen Mittel dafür, auf die fortgesetzten Verschlechterungen und Kürzungen zu antworten?

IAS-Romania: Wie ein alter Mann mir einmal sagte, sind arbeitende Menschen immer in einer ökonomischen Krise, und so sind diese, vom globalen Kapitalismus im Bündnis mit der Regierung angewendeten Maßnahmen nichts Neues für die rumänische Arbeiterklasse. Rumäniens Problem ist ein Welt Problem. Deswegen hat der Westen seine Augen auf uns gerichtet. Seit 20 Jahren haben wir dieselben Probleme. Es ist nicht das erste mal das der IWF Geld an uns leiht und wir schwere Kürzungen durchführen. In den letzten 20 Jahren war Rumänien in konstanter Krise, weder die quasi-verstaatlichte sozialdemokratische Agenda half uns, noch die liberale, die Resultate waren und sind dieselben, mehr erwerbslose Menschen, mehr Konzentration des Reichtums und größere Spaltung zwischen den Klassen. Die Opposition in diesem Land ist von reichen Geschäftsleuten kontrolliert und die von ihnen vorgeschlagenen Alternativen sind lächerlich. Alle Gewerkschaften stecken in den Taschen der Parteien, so dass die Opposition nicht wirklich eine Opposition ist. Ich denke, es gibt keine Hoffnung in Rumänien, eine breite Bewegung muss von anarcho-syndikalistischen Gewerkschaften gebildet werden, die zum Generalstreik und der direkten Übernahme aller Produktionsmittel übergehen. Arbeitende müssen ihre Arbeit und ihre Betriebe übernehmen und die Arbeiterselbstverwaltung auf allen Ebenen einführen. Wir müssen den Kapitalisten und Staatsanhängern zeigen, das arbeitende Menschen in der Lage sind ihr eigenes Leben ohne Staat und Kapitalisten zu führen.

AS-Info Romania: Welche Reaktionen habt ihr aus der kleinen anarchistischen Szene im Land auf eure Initiative erfahren? Habt ihr Unterstützung erfahren oder wurde die Idee des Klassenkampfs zurückgewiesen?

IAS-Romania: Wie ich bereits sagte, bis jetzt haben wir nur positive Rückmeldungen von einigen wenigen Leuten erhalten, doch wir wissen, das die Mehrheit der anarchistischen Szene hier um die Punk-Szene herum gebildet ist und keine Idee oder Interesse von/an klassenkämpferischem Anarchismus hat. Wie ich bereits zu Beginn über den Anarchismus in Rumänien sagte; die meisten selbsterklärten Anarchisten sind Punks, die mehr in Fussball-Hooliganismus involviert sind als in aktuelle Aktivitäten oder es sind Punks, die sich einem alternativen Lebensstil zugewendet haben – so das es hier keine ideologische Basis gibt.

AS-Info Romania: Habt ihr bereits öffentliche Aktivitäten unternommen um ArbeiterInnen über eure Initiative zu informieren und welcher Art waren die Reaktionen? Habt ihr ein Magazin oder eine andere Publikation?

IAS-Romania: Wie ich sagte sind wir noch sehr neu und noch immer in der Entwicklung. Wir sind nicht in einer Stadt konzentriert und dadurch ist es schwierig in Bewegung zu kommen. Doch in der nächsten Zukunft wollen wir die Herausgabe einer Publikation vorbereiten, ebenso wie die Agitation auf Arbeitsstätten und in Gewerkschaften. Aktuell versuchen wir Leute in der Initiative zusammen zu bringen so dass wir eventuell wirklich eine Gewerkschaft aufbauen können.

AS-Info Romania: Habt vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit eurer Initiative!

Die Homepage der IAS-Romania findet sich hier:

http://iasromania.wordpress.com/

A few weeks ago was founded in Romania the „Anarcho-Syndicalist Initiative“. The comrades run an actual and very informative Blog and set as an aim, the popularisation of Anarcho-Syndicalism inside the working class in Romania. We did an interview with our comrades from IAS Romania.

AS-Info Romania: We feel very happy to see, that with the Anarcho-Syndicalist Initiative there is now also in Romania  a serious attempt to make Anarcho-Syndicalism popular among the wageworkers. What led to the foundation of your anarcho-syndicalist initiative? How did you encounter Anarcho-Syndicalism?

IAS-Romania: The need for a genuine class struggle anarchist and anarcho-syndicalist perspective in Romania and also to legitimize the libertarian socialist tradition as whole in Romanian society. After dabbling with some other projects we felt that the current anarchist scene in Romania ignores class struggle anarchism depriving the class nature of anarchism and leaving nothing but an “alternative fashion and lifestyle”out of it. We thought that an ideologically motivated initiative must be created, an initiative that presents actual alternatives to capitalism and statism. We saw no alternatives in the current Romanian anarchist scene, no ideological praxis no unity, nothing that can resemble an actual social and political movement. As for the second part of the question, well you know how they say, anarchists are not made they are born. I personally think that anti-authoritarianism is part of human nature as greed is or submission to authority is and things like that,the problem is that capitalism as an economic system creates a social environment that shapes people in this way,traits such as solidarity, anti-authoritarianism etc. are pushed away for other traits say,submission to authority and greed. So i think i always was an anarchist as far as my desires go,but the collapse of neo-stalinism in Romania and the effects of wild and crude capitalism,made me turn to anarcho-syndicalism’s blend of anti-authoritarianism and class equality.

AS-Info Romania: Are there in your opinion any prospects for the development of a union out of your current initiative? What are your ideas to make the initiative more popular?

IAS-Romania: The initiative is fairly new, only 2 weeks old, i think. And its interesting because it’s so new but the feedback we are getting from is pretty good, so for now we can’t think about building a union. The initative for now is a Romanian anarcho-syndicalist informative bulletin, but the main purpose of it, is to get attention and maybe in the near future build a union from it, so the initiative is just a start. We want to exapand and built a social agenda which can be understood by the Romanian working class, we want to adress everything from day to day labor struggles to alternatives to labor problems and at last alternatives to capitalism as a whole. This is can relate to question one, in Romania we don’t have such an initiative, the stalinist parties still use the same old back in the day argument wich let’s working class issues unattended and let’s people looking back rather then looking onward, towards a new fresh start.

AS-Info Romania: Almost every day the workers and unemployed have to face new attacks by the government and the IMF under the circumstances of the already unacceptable low standard of living. What are in your opinion the suitable means to answer these ongoing deterioration and cuts?

IAS-Romania: As an old man told me once, working people are always in economic crisis, so these measures taken by globalized capitalism in league with the government are not new for Romania’s working class. Romania’s problem is a world problem now that’s why the west has her eyes on us . For 20 years we have the same problems, its not the first time the IMF loans money to us and we implement heavy cuts . Romania for the past 20 years was in constant crisis, neither the quasi-statist social democratic agenda helped us nor the liberal one, the outcomes were and are the same, more unemployed people more concentration of wealth and more division among classes. The opposition in this country is controlled by wealthy bussiness people and the alternatives given by them are laughable, all unions are in the pockets of the parties, so the opposition is not really an opposition. I think there is no hope in Romania , a popular movement must be built by anarcho-syndicalist unions going for general strike and direct takeover of all means of production, working people must take over their businesses and their workplaces and implement worker’s self management at all levels, we must show the capitalists and statists that working people are capable of running their own lifes without the state nor the capitalists.

AS-Info Romania: Which reactions have you received from the small anarchist scene of the country on your initiative? Have you felt supported or was the idea of class-struggle rejected?

IAS-Romania: As i already said, until now its only positive feedback from the few people we know but most of the anarchist scene here is based around the punk scene and has no idea nor interest in class struggle anarchism. I said at question one about anarchism in Romania, most self proclaimed anarchists are punk’s involved in football hooliganism rather then actual activism or punk’s involved in alternative lifestyles so there is no ideological basis here.

AS-Info Romania: Have you already taken action of publicly informing workers about your initiative and which where the reactions received? Do you have a magazine or another kind of publication?

IAS-Romania: As i said, we are very new so we are still expanding, we are not concentrated in one city so its hard to move, but in the near future we are preparing for a publication and agitation inside workplaces and unions. At this stage we are trying to bring people together on this initiative so we can eventually create an actual union.

AS-Info Romania: Thanks a lot for this interview. We wish you success with your initiative!

The Homepage of the Anarcho-Syndicalist Initiative can be reached here:

http://iasromania.wordpress.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Articolul “Biblioteca Anarhistilor” de Adrian Schiop si Manuela Golea din Romania Libera, 30 iulie 2010, chipurile rezultat al unui interviu acordat de membri ai colectivului Bibliotecii Alternative, pare sa porneasca de la o imagine prestabilita si niste idei pe care jurnalista care ne-a luat interviul le avea deja despre ce urma sa gaseasca la biblioteca. Adrian Schiop nu a fost prezent niciodata in spatiul bibliotecii in calitate de jurnalist, iar Manuela Golea nu a venit sa afle ce se intampla de fapt in acest spatiu si sa asculte ce avem de spus. In fond, in articolul lor din Romania Libera, cei doi autori au scris despre propriile opinii si asteptari, chiar daca nu le-au gasit reflectate in biblioteca.

Pentru inceput, trebuie spus ca Biblioteca Alternativa nu este o gradinita. Nu ne propunem sa “educam” copiii care vin pe la biblioteca; nu am spus acest lucru in interviu, nu am folosit cuvantul “educare” si nu am prezentat situatia in acest fel (e vorba de cativa copii din vecinatate care ne viziteaza ocazional si incercam sa ne jucam, desenam, citim cu ei…). Nu am sugerat si nu impartasim atitudinea condescendenta si de mila la adresa copiilor “saraci” si “tigani”/“din familiile de romi din cartier”/“copiii bietilor romi care stau in vecinatate”, iar faptul ca “majoritatea copiilor sunt din familiile de romi din cartier” este o supozitie pura a autorilor. Autorii alterneaza inconsecvent termenii de “tigani” si “romi” – descriere irelevanta, de altfel, pentru articol.

“Initiativele constructive” pe care le vizeaza proiectul nostru sunt complet altele decat cele mentionate in articol si nu ne ocupam de ceea ce se asteptau cei doi jurnalisti sa ne ocupam. Suntem o alternativa culturala la spatiile de consum private, valorizand gratuitatea, un centru de documentare si analiza, oferind publicului resurse si informatii critice din sfera sociala, politica si economica, cat si unul din putinele centre de activitati comunitare non-profit din oras. Prin urmare, noi nu am esuat in ce ne planificam, asemenea autorului care a plecat de la biblioteca “cu o senzatie vaga de teapa”.

Desi articolul incepe descriind biblioteca ca loc ce “musteste de idei subversive”, acesta se incheie cu retoricul: “Unde-s subversiunea si agresivitatea”? Aceasta contradictie denota, cat se poate de clar, lipsa vointei autorilor de a scrie un material coerent.

Tonul si atitudinea adoptate de autorii articolului sunt paternaliste, arogante, acestia erijandu-se in experti in ale “alternativului”, sau cel putin in profesori in arta de a construi un proiect “cool”. Este de remarcat si tonul peiorativ (“inteligentsie”, “o senzatie vaga de teapa, de punk constructiv si burgez”), adoptat de jurnalisti in mod nejustificat: obiectul ironizarilor sunt lucruri pe care chiar jurnalistii mentioneaza ca nu le-au gasit in acest spatiu.

De fapt, pe tot parcursul articolului, autorii jongleaza cu niste termeni pe care nu ii stapanesc: “anarhie”, “punkisti”, “stanga”, “squat”. Nu ii stapanesc pentru ca:

– “Squat” nu are nicio legatura cu spatiul nostru. “Squat” inseamna casa ocupata. Spatiul bibliotecii este unul inchiriat in conditiile legii.

– In timpul interviului nu a fost mentionat cuvantul “anarhism” sau “anarhisti” de catre cei intervievati, cu exceptia trecerii in revista a catalogului bibliotecii, cand sectiunea dedicata anarhismului a fost mentionata, pe langa cele de antropologie, arta, studii culturale, sociologie, gen, LGBT, beletristica si altele. Totusi, autorii insista de la bun inceput pe faptul ca aceasta este “biblioteca anarhistilor”. Considerand autodescrierea noastra insuficient de captivanta – “initiativa a unui grup informal cu scopul de a-ti impartasi o serie de materiale menite sa contribuie la dezvoltarea unui spirit critic fata de lumea si societatea in care traim” (http://biblioteca-alternativa.noblogs.org/despre-biblioteca) -, jurnalistii recurg la calificative de genul: “un spaţiu mustind de idei subversive din cărţi anarhiste”, “noua inteligentsie anarhisto-stangista”, “cuib de anarhisti radicali”. Aglomerarea inutila a acestor termeni in articol denota atat scopul in care sunt folositi: producerea unui material senzational, cat si lipsa unui interes concret pentru semnificatia reala, demistificata a acestor termeni.

– Autorii vorbesc despre agresivitate/”izul ‘trashy’, sordid” ca si caracteristici intriseci anarhismului cat si culturii punk (“Casa, renovată şi corectă, respira un aer de prosperitate recentă, contrastând cu decreptitudinea şi mizeria caselor desfundate din jur; ai fi zis că punkerii şi anarhiştii stau în acestea din urmă. Nici înăuntru nu am găsit izul „trashy”, sordid, pe care îl aşteptam la un cuib de anarhişti radicali: camerele erau de asemenea refăcute, cu pereţi gletuiţi, faianţă şi gresie pe jos.”). Acest gen de asocieri isterice a filosofiei politice anarhiste si a actiunii sociale anarhiste/libertare cu agresivitatea, violenta, mizeria, haosul, izul trashy, etc., prezente in acest articol si alte reportaje mass media din ultimii ani se inscriu intr-o veche traditie de sorginte autoritara de criminalizare si discreditare a oricaror miscari sociale, a initiativelor politice si culturale neinregimentate, etichetate ca ‘subversive”, “periculoase”, “teroriste”. Mai mult decat atat, asocierea pana la suprapunere a punkului (curent muzical-artistic-cultural-politic) cu anarhismul (miscare sociala si filosofie politica) denota superficialitatea si dezinteresul vadit al autorilor pentru aceste notiuni.

Un detaliu descriptiv concret care se poate gasi in articol referitor la biblioteca este ca “Cei care doresc sa organizeze aici un atelier trebuie sa abordeze teme care se potrivesc principiilor lor”. Aceasta concluzie pur intamplatoare a autorilor ignora faptul ca proiectul bibliotecii porneste de la principii inclusive ale deschiderii si diversitatii. De altfel, in articol nu este amintit nici unul din “principiile noastre”. Mai mult decat atat, nici in manifestul bibliotecii si nici in timpul conversatiei cu cei 2 jurnalisti nu am spus ca biblioteca ar fi deschisa doar atelierelor pe “teme care se potrivesc principiilor noastre” – aceasta fiind o inventie pura. Nu respingem vreo tema la biblioteca pentru ca nu s-ar potrivi cu vreun principiu. Criteriile pe care le avem se refera la abordarea diverselor teme, abordare prin care cerem sa nu fie incalcate niste principii de baza ca non-autoritarismul, non-discriminarea, non-opresiunea. Dincolo de aceasta confuzie, intentionata sau nu, lipseste din articol o prezentare clara a misiunii noastre – in afara de vagul “initierea unei posibile schimbari sociale” – sunt omise detalii despre tipul de ateliere/discutii pe care le organizam, lipsesc opinii si reactii ale celor care participa la ateliere.

Autorii articolului mai puncteaza: “Din cand in cand cand cartile alese pe spranceana fac pretextul unor dezbateri pe teme sociale”. De fapt, catalogul Bibliotecii Alternative este unul extrem de variat si cuprinzator: cartile sunt organizate in aproximativ 20 de sectiuni si colectii separate, acoperind tematici si domenii din cele mai diverse – lucru usor de observat pe rafturi, pe blogul nostru, in textul “despre biblioteca”, dar si in catalogul disponibil online. Orice insinuare ironica privind rigurozitatea selectiei, este, prin urmare, nefondata. Referitor la dezbaterile invocate, amintim ca din luna aprilie si pana in prezent acestea, ca si atelierele, au avut loc cu regularitate, saptamanal, chiar de cateva ori pe saptamana si nu din “cand in cand”. Incepand cu evenimentele dedicate crizei actuale a capitalismului si miscarilor muncitoresti din luna aprilie si pana in prezent, obiectul dezbaterilor il constituie, de cele mai multe ori, realitatea sociala, problemele comunitatii si mai putin cartile de pe rafturile bibliotecii. Precizam de asemenea, ca biblioteca gazduieste, printre altele, si intalniri de lucru pe text, mai exact – 2 cercuri de lectura. Unele din cartile alese de participantii insisi ca materiale de lucru si folosite la aceste intalniri ajung, ulterior, si in colectia bibliotecii. Supozitia vaga si grosolana, potrivit careia “cartile alese pe spranceana fac pretextul unor dezbateri” nu este decat produsul imaginatiei autorilor – niciunul din ei prezent la vreo dezbatere sau atelier de pana acum.

Singurul eveniment comentat in oarecare detaliu in articol este proiectia filmului “Afro-punk”, despre care Adrian Schiop (prezent cu aceasta ocazie pentru prima si ultima data pe la biblioteca) nu numai ca nu-si aminteste cum se numea, ci si comenteaza intr-un mod ironic si eronat deopotriva: “film despre o formatie afro-punk, compusa din baieti si fete de culoare”, “obisnuitii smecherasi de cartier” ,”discursul democratic corect” “este facut pe genunchi”, “static”, “plin de platitudini destupate”, “dupa film intelighentia a ramas la discutii”. De fapt, nu a existat nicio sesiune de discutii pe marginea filmului; Adrian Schiop a vorbit dupa film intr-un context informal cu cativa oameni care se aflau la biblioteca. Iar filmul – general apreciat pentru complexitatea sa – are ca subiect principal conditia persoanelor de culoare in mediul predominant ‘alb’ al scenei punk, pe de o parte, si cea a unui punk-ist de culoare in societate, pe de alta. Filmul prezinta mai multe persoane din diferite medii si abordeaza diverse teme precum precum: identitatile asumate vs identitati automate, alienarea fata de mainstream si in interiorul propriilor comunitati, (auto-)exoticizarea, relatii inter-rasiale, rasismul ‘post-rasist’, navigarea spatiilor ostile, aproprierea culturala in muzica si multe altele. Comentariile si concluziile din articol ale lui Adrian Schiop despre film, salturile logice la “smecherasii de cartier”, bazate pe prejudecati despre ce inseamna “afro-american”, sunt cel putin superficiale si tendentioase.

Mai mentionam ca nimeni din cei intervievati de doamna Manuela Golea nu si-a dat acordul pentru folosirea in articol a numelui si prenumelui propriu. Si nu in ultimul rand, trebuie sa punctam ipocrizia deontologica a autoarei Manuela Golea, care si-a uitat rapid angajamentul de a ne aduce la cunostinta versiunea finala a articolului, inainte de a-l publica.

colectivul bibliotecii alternative

Text from: http://biblioteca-alternativa.noblogs.org/post/2010/08/19/perseverenta-unei-iluzii-replica-la-articolul-“biblioteca-anarhistilor”-din-romania-libera/