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Anarchism

Titel BUNA1Frisch aus der Druckerpresse: Soeben ist die erste Ausgabe der „BUNĂ – Zeitschrift für Befreiung & Emanzipation – nicht nur in Rumänien“ erschienen. Das 48-seitige Heft informiert über aktuelle politische und soziale Entwicklungen in Rumänien und legt einen weiteren Schwerpunkt auf die „Geschichte von unten“.

Im Vorwort heißt es über die Motivation der Redaktion: „Wir sind der Auffassung, dass es höchste Zeit ist, eine Zeitschrift herauszugeben, die kritisch auf die gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten und Entwicklungen in Rumänien blickt und über Neuigkeiten aus dem Land zwischen Banat und Schwarzem Meer informiert. Die BUNĂ soll dazu dienen, genauer hinter die Kulissen zu blicken. In den meisten Medien kommt Rumänien nur als Randthema vor. Dabei nimmt das Land eine wichtige geopolitische und –strategische Rolle in den Plänen der wirtschaftlichen und politischen Eliten ein. (…) Einen weiteren Schwerpunkt legen wir auf die „Geschichte von unten“. Wir möchten Kenntnisse über das widerständige und revolutionäre, das „bessere“ Rumänien vermitteln und Akteure aus der anarchistischen, syndikalistischen, sozialistischen Arbeiterbewegung vorstellen.

Wir möchten fortschrittliche Schriftstellerinnen und Schriftsteller bekannter machen, an Ereignisse und Kämpfe erinnern und versuchen, daraus Lehren für uns heute zu ziehen. Es geht uns also um mehr, als die reine Information. Wie im Untertitel beschrieben, soll die BUNĂ einen Beitrag für Befreiung und Emanzipation leisten: Der Befreiung von Ausbeutung und Herrschaft sowie der Emanzipation zu einem freien, selbstbestimmten Leben in Würde. Solch ein Leben kann es nur ohne Staat, Patriarchat und Kapitalismus geben.“

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Discussion with Nicolas Trifon by launching “Anarhia” Number 3

report of a participant

Anarhia3On 23rd of November at “Biblioteca Alternativă” was launched the 3rd issue of “Anarhia” – an independent publication that put accent on working class, syndicalist and libertarian history, (especially local history), that contain theoretical approach but that is also relating about recent events.

The actual edition includes topics about East Europe during 1980’s: political emigration, alternative projects, social and political analyses, worker’s movement from Romania and Eastern Europe and political repression. Special guest was Nicolas Trifon – whose political activity during 1980’s is related to “Iztok”, a libertarian group founded in France by Bulgarian anarchists in exile and whose activity was impugning the authoritarianism of the communist regimes from Eastern Block. Along with Nicolas Trifon it was discussed the condemnation of communism under the (actual) president Traian Băsescu: Why was it necessary for this report to be legitimated from the highest level (from a presidential commission)?; Is this report condemning the left univocally and is this condemnation corresponding to a historical period that is characterized by the triumph of neoliberalism?; Under the actual crises of capitalism, when new forms of political organisation or economies should be imagine/reimagine – this report is bringing in existence only two possible worlds: communism with its past of crimes and abuses and capitalism as a solution that was historically verified as being a success since the capitalist world has won the cold war.

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Diskussion mit Nicolas Trifon beim Erscheinen von “Anarhia” Nummer 3

Teilnehmerbericht

Anarhia3Am 23. November wurde in der “Biblioteca Alternativa” in Bukarest die dritte Ausgabe von “Anarhia” (Die Anarchie) vorgestellt – einer unabhängigen Publikation, die ihr Augenmerk auf die arbeitende Klasse, syndikalistische und libertäre Geschichte (besonders lokale Geschichte) legt, sowie theoretische Beiträge enthält aber auch auf aktuelle Ereignisse Bezug nimmt.

Die aktuelle Ausgabe beinhaltet Themen über Osteuropa in den 1980er Jahren, politische Emigration, alternative Projekte, soziale und politische Analysen, die Arbeiterbewegung aus Rumänien und Osteuropa sowie die politische Repression. Als besonderen Gast konnten wir Nicolas Trifon begrüßen, dessen politische Aktivität durch die 1980er Jahre mit “Iztok” verbunden ist, einer libertären Gruppe, die in Frankreich von bulgarischen Exil-Anarchisten gegründet wurde und deren Aktivität den Autoritarismus der kommunistischen Regime des Ostblocks anfocht. Zusammen mit Nicolas Trifon wurde die Verdammung (Absicht der Illegalisierung – Anm. ASIR) des Kommunismus unter dem (aktuellen) Staatspräsidenten Traian Basescu diskutiert: Warum war es notwendig das dieser Report von höchster Stelle legitimiert wurde (von einer Kommission des Präsidenten)? Verurteilt dieser Bericht nicht die gesamte Linke und findet sie nicht in einem historischen Moment statt, die gezeichnet ist vom Triumph des Neoliberalismus? Unter der aktuellen Krise des Kapitalismus, in der neue Formen politischer Organisation und Ökonomie vorstellbar werden und sind – bringt dieser Report nur zwei mögliche Welten zur Darstellung: Den Kommunismus mit seiner Vergangenheit an Verbrechen und Misshandlungen sowie den Kapitalismus als Lösung, der sich historisch als Erfolg bestätigt hätte, nachdem die kapitalistische Welt den kalten Krieg gewonnen hätte.

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On exactly the 1st of May this year a new anarchist publication reached the public in Romania. It is called „Anarhia” (Anarchy). The first issue contains articles on the topics of Anarcho-Syndicalism, Nationalism and on the history of Anarchism and Syndicalism in Romania. The magazine has 32 pages. Printed issues can be picked up for free at The Alternative Library (Biblioteca Alternativă), Strada Episcopul Radu, Nr. 17 in Bucharest. New issues of „Anarhia” will be published every three months.

In order to celebrate the publishing of the first issue a „Release”-Event took place in Bucharest on the 30th of April. Between 40 till 50 interested people have participated and a short speech from one of the publishers was followed by lively questions and debates. On the 1st of May as Romanian anarchists gathered on a public meeting at Piața Universității (University Square) in Bucharest, „Anarhia” was also distributed there.

Contact: anarhia@riseup.net

Pünktlich zum ersten Mai ist eine neue anarchistische Zeitschrift in Rumänien erschienen. „Anarhia” (Die Anarchie) lautet ihr Name. Die erste Ausgabe beinhaltet Artikel zu den Themen Anarcho-Syndikalismus, Nationalismus und zur Geschichte des Anarchismus und Syndikalismus in Rumänien. Die Zeitschrift umfasst 32 Seiten. Gedruckte Ausgaben liegen in der Alternativen Bibliothek (Biblioteca Alternativa), Strada Episcopul Radu Nr.17, zur kostenlosen Abholung bereit. Die „Anarhia” soll alle drei Monate erscheinen.

Um das Erscheinen der ersten Ausgabe würdig zu begehen fand am 30. April eine „Release”-Veranstaltung in Bukarest statt. Zwischen 40 bis 50 Interessierte beteiligten sich und nach einer kurzen Rede eines der Herausgeber kam es zu lebendigen Nachfragen und Diskussionen. Am 1. Mai beteiligten sich AnarchistInnen an der Kundgebung am Bukarester Universitätsplatz. Auch hier wurde die „Anarhia” verteilt.

Kontakt: anarhia@riseup.net

Beim Institut für Syndikalismusforschung in Deutschland ist ein Artikel zum morgigen 98. Todestag von Stefan Gheorghiu erschienen. Der Aufsatz „Stefan Gheorghiu zum Gedenken” berichtet über das Leben und die Aktivität des „revolutionären Syndikalisten mit deutlichen anarchistischen Ansichten”. Gheorghiu dürfte für Menschen, die mit der Geschichte der rumänischen Arbeiterbewegung vertraut sind, kein Unbekannter sein. Nach dem 2. Weltkrieg und der Errichtung der Einparteienherrschaft der Rumänischen Kommunistischen Partei trug die Parteihochschule ab 1946 seinen Namen. Der Autor Martin Veith unterstreicht das Gheorghiu Zeit seines Lebens kein Kommunist war und von diesen nach seinem Tod vereinnahmt wurde. Es müsse darum gehen, „dass er aus der Umklammerung der Kommunisten befreit wird und der Blick auf sein wahres Ich, seine freiheitlichen und anti-autoritären Überzeugungen gerichtet wird.”

Der interessante Beitrag findet sich (nur in deutscher Sprache) auf dem Blog des Instituts für Syndikalismforschung.

In the last days, protests were held in various cities of Romania against the health bill that has been submitted by the government. Extensive privatization of the entire health sector will be enforced with this new law. By Sunday, January 15th, 2012, the social protests climaxed. In Bucharest it came up to street clashes that lasted for several hours [see video]. Police and gendarmerie inflicted severe injuries to demonstrators.

~ Privatization of the entire health care system – Health only for the rich

By the end of December 2011, the new health bill was submitted by State’s president Traian Băsescu of the right liberal-democratic party (PDL). The president expounded that he seeks the whole privatization of this elementary field of society in order to revive the ‘competition between the hospitals’. Simultaneously, the services of the health insurance were cut severely. Additional payments or general contributions of medical attendance are obligatory. The ambulance service (SMURD) is about to be privatized as well. That means in concrete: no money – no salvation. This purpose made sub-secretary Raed Arafat, director of the emergency service, to declare in public that this bill shatters the health system and that he would not agree upon this project. The reaction of president Traian Băsescu was authoritarian as is usual. He denounced Arafat as ‘the greatest enemy of the private health system’ and declared last Thursday (January 12th, 2012): ‘If he doesn’t agree with the law, he goes.’ To give more weight to his threat, Băsescu added towards a journalist: ‘It was a bigger issue when Stefan Lazaroiu (former labour minister) resigned from his position.’ Raed Arafat resigned finally and left his post on last week’s Friday. [For two and a half years, R.Arafat was under-secretary of State for Public Health, but he was compelled to resign on January 10th, after expressing his criticism during the current health care and welfare reform debate.]

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