Rumänischer Polizeichef fordert Schußwaffenseinsatz der Polizei
In einer am 2. Mai verbreiteten Meldung der regierungsnahen rumänischen Nachrichtenagentur Mediafax fordert der rumänische Polizeichef Liviu Popa den Schußwaffeneinsatz und „Gebrauch der Pistole“ durch Polizisten. „Die Pistole ist ein Zeichen der Entschlossenheit und nicht nur ein Teil der Uniform. Sie muss auch benutzt werden um…die Sicherheit zu gewährleisten und zum Schutz der Bürger“ sagte er bei der Amtseinführung des neuen Chef-Inspektors der Polizei von Bistrita-Nassaud Ovidiu Muresan. Der offizielle Anlaß für seine mit Nachdruck vorgebrachte Forderung soll die Verfolgung eines „Verdächtigen“ in einem Bistriter Stadtteil gewesen sein. Gegen wen sich die Freifahrkarte zum Schießen des obersten Polizeichefs im autoritären Obrigkeits- und Überwachungsstaat Rumänien richten wird kann man sich denken. Die staatlichen Kugeln werden sich nicht nur gegen die ausgegrenzte und nahezu machtlose Minderheit der Zigeuner richten. Auch gegen Oppositionelle und möglichen sozialen Protest versucht der rumänische Staat nun das Feld zu bereiten. Die Tradition des Landes ist reich an brutaler Polizeigewalt und auch heutzutage kommt es in Regelmäßigkeit zu Polizeiübergriffen in Städten und Dörfern.